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Der Hallux Valgus

Laufanalyse Frankfurt - Praxis für Orthopädie | Oeder Weg 2 - 4 | 60318 Frankfurt | Kontakt

Hallux Valgus: Einleitung

Der Hallux valgus ist die häufigste Zehenfehlstellung des Menschen und damit einer der Hauptgründe für die Durchführung unserer Ganganalyse. Der Hallux valgus tritt fast immer zusammen mit dem sog. Spreizfuß auf. Das äußerliche Erscheinungsbild eines Hallux valgus kennzeichnet die Drehung des Mittelfußknochen nach außen und Mittelgliedes nach innen.
Beim Hallux valgus handelt es sich um eine Fortschreitende Erkrankung, somit nimmt die Fehlstellung mit dem Alter zu. Betroffen sind von einem Hallux valgus wesentlich häufig Frauen, als Männer. Die Geschlechterverteilung beträgt ca. 9 : 1 (weiblich : männlich).

Den Grad des Spreizfußes möglichst früh bestimmen um präventive Maßnahmen einleiten zu können.

Hallux valgus: Symptome

Bei den Symptomen des Hallux valgus kann zwischen äußerlich sichtbaren Symptomen und Schmerzsymptomen unterschieden werden.
Es besteht jedoch keine Korrelation zwischen dem Grad der Fehlstellung und dem Ausmaß der auftretenden Schmerzen. Bei vielen Betroffenen ist der Hallux valgus daher mehr ein kosmetisches Problem.

Erste Schmerzsymptome die bei einem Hallux valgus auftreten, spüren die Betroffenen bei Abdruck im Bereich des Ballens über dem Großzehengrundgelenk. An dieser Stelle ist der Fuß am breitesten und es kommt zu einem Druckgefühl im Schuh. Um Knochengewebe zu schützen verdickt sich der Schleimbeutel und sorgt für zusätzlichen Druck. Im Endstadium entwickelt sich eine chronische Schleimbeutelentzündung die dauerhafte Schmerzen verursacht.

In den meisten Fällen treten die Symptome über mehrere Jahre schleichend auf. Diese Verschleißsymptome äußern sich in Form von Bewegungseinschränkungen des Großzehengelenkes mit einer schmerzhaften Einschränkung des Abroll- und Abdruckverhaltens. In extremen Fällen kann sich zwischen Mittelfußknochen und Grundglied ein 90° Winkel bilden.

Hallux valgus: Ursachen

Die einzelnen Ursachen für die Entstehung eines Hallux valgus sind hauptsächlich auf anlagebedingte Komponenten zurückzuführen. Dabei ist eine zumeist den gesamten Körper betreffende Bänder- und Bindegewebsschwäche festzustellen, welche langfristige zur Entstehung eines Spreizfußes beiträgt. Das Fußquergewölbe flacht bei einem Spreizfuß in der Abdruckphase aufgrund der Muskel- und Bandinsuffizienz zwischen den Mittelfußknochen stark ab und weicht dabei immer weiter auseinander.
Äußere Faktoren spielen bei der Entstehung eines Hallux valgus ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die Kombination zwischen einer genetischen Disposition und den auslösenden äußeren Faktoren führen letztendlich zur Entstehung des Hallux valgus.
Zu den äußeren Faktoren bei der Entwicklung des Hallux valgus zählen:

  • das Tragen bequemer Schuhe (hierdurch wird der Muskel- Sehnenapparat im Fuß nicht ausreichend belastet)
  • Schuhe mit hohem Absatz (diese Belasten zusätzlich den Vorfuß)

Kulturen in denen überwiegend barfuß gelaufen und gegangen wird entwickeln deutlich seltener einen Hallux valgus.

Hallux valgus: Diagnose

Die Diagnose des Hallux valgus ist anhand der Fehlstellung der Grundzehe möglich. Der Druck im Schuh mit Schmerzen des Großzehenballens ist der erste Indikator für die Diagnose eines Hallux valgus. Dadurch kommt es zu einer Beeinträchtigung der Kraft in der Abdruckphase. Messbar wird dies durch eine Schrittlängendifferenz in unserer Laufbandanalyse.
Die Druckwerte in der Abdruckphase geben neben der Diagnose eines bestehenden Hallux valgus zudem die Möglichkeit, die Entwicklung eines Hallux valgus frühzeitig zu diagnostizieren um präventive Maßnahmen Einleiten zu können.
Um den Grad der knöchernen Fehlstellung exakt bestimmen zu können ist die Röntgenaufnahme die erste Wahl.
Zur Terminvereinbarung für eine Ganganalyse

Hallux valgus: Therapie

Die richtige und frühzeitige Diagnostik ist maßgeblich entscheidend für den Therapieerfolg eines Hallux valgus. Bei der Behandlung stehen operative und konservative Maßnahmen zur Verfügung. Da es sich beim Hallux valgus um eine progressive Erkrankung handelt, können konservative Maßnahmen die Entwicklung lediglich verlangsamen. Konservative Maßnahmen sind daher nur im frühem Stadium der Erkrankung erfolgsversprechend. Zu den konservativen Maßnehmen zählen:

  1. optimales Schuhwerk: Patienten mit einem Hallux valgus sollten bei längeren Gehstrecken auf Schuhe mit ausreichend Zehenspielraum zurückgreifen. Schuhe mit hohen Absätzen sind kontraindiziert.
  2. Einlagenversorgung: Einlagen mit retrokapitaler Abstützung haben sich bei der Therapie als wirksam erwiesen. Bei einem fortgeschrittenen Hallux valgus empfiehlt dich eine Ballenrolle zur Druckentlastung in der Abdruckphase
  3. Eigeninitiative: Aktive Maßnahmen zur Kräftigung der Zehenmuskulatur spielt bei der konservativen Therapie eine entscheidende Rolle. Übungen zur Kräftigung ermöglichen das muskuläre Ungleichgewicht auszugleichen.

Zu den operativen Therapieverfahren zählen:

  1. Operation nach Chevron
  2. Operation nach Austin
  3. Operation nach McBride
  4. Oeration nach Keller- Brandes
  5. Basisosteotomie Os metatarsale I (Base-Wedge-OP)
  6. Versteifung des Großzehengrundgelenkes
  7. Prothese des Großzehengrundgelenkes

Wie bereits beschrieben trägt die Wahl der richtigen Operation entscheidend für den Therapieerfolg bei. Eine eingehende ärztliche Beratung ist dabei Voraussetzung.

Hallux Valgus: Prognose

Bei richtiger Diagnosestellung und entsprechender konservativer oder operativer Therapie ist die Langzeitprognose des Hallux valgus günstig. Die Wahl des richtigen Operationsverfahrens spielt bei der Prognose des Hallux valgus eine bedeutende Rolle.
Unsere digitale Laufbandanalyse ermöglicht die Druckwerte des Vorfußes in der Abdruckphase aufzuzeichnen um somit gezielt präventive Maßnahmen treffen zu können.
Postoperative sollte mit einem Zeitraum für Sportunfähigkeit von bis zu 6 Monaten kalkuliert werden. Für eine langfristigen Beschwerdefreiheit ist eine Kooperation mit einem Orthopädietechniker ratsam. Richtiges Schuhwerk und orthopädische Einlagenversorgung sind ratsam.