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Der Rückfußlauf

Zur Erläuterung der Laufstile

Der richtige, bzw. optimale Laufstil wird in der Fachliteratur ebenso kontrovers diskutiert, wie unter ambitionierten Läufern. Dabei wird immer versucht, das Laufen auf einen einzigen, richtigen Laufstil zu begrenzen.
Eine Beschränklung auf "richtig" oder "falsch" gibt es jedoch nicht. Jeder Mensch besitzt eine unterschiedliche anatomische Voraussetzung und entwickelt daraufhin sein individuelles Gang- bzw. Laufbild. Unterschieden werden beim Fußaufsatz zwischen:

Nicht der Laufstil steht im Mittelpunkt, sondern die individuellen Voraussetzungen des Läufers.

Neben den anatomischen Dispositionen und der körperliche Verfassung spielen äußere Faktoren wie der Laufuntergrund und die Profilierung des Geländes, sowie die Dauer der Laufbelastung eine entscheidende Rolle bei der Wahl des richtigen Laufstils.
Eine Änderung des Laufstils sollte nur dann empfohlen werden, wenn der aktuelle Laufstil Beschwerden verursacht, oder langfristig zu Schäden am Bewegungsapparat führt.
Unsere Laufbandanalyse ermöglicht eine Feststellung dieser Risiken.

Laufanalyse Frankfurt
Oeder Weg 2 - 4
60318 Frankfurt am Main
Terminvereinbarung

Beschreibung des Rückfußlaufs

Der Rückfußlauf gilt als der häufigste angewandte Laufstil überhaupt. Wer sich über das Laufen keine Gedanken macht und einfach losläuft, entwickelt sehr wahrscheinlich zunächst einen Rückfußlauf.
Beim Rückfußlauf setzt der Läufer bei anatomisch korrekter Stellung des Sprunggelenks mit der Außenkante des Rückfußes auf (1. Stoßdämpfungsphase). Der Fuß steht dabei leicht nach außen rotiert.
Im weiteren Verlauf kippt der Fuß leicht zur Innenseite und senkt dabei das Fußlängsgewölbe ab (2. Standphase). Der Körperschwerpunkt bleibt auf der Außenseite.
Beim korrekten Pronationsverhalten in der 3. Abdruckphase erfolgt der Fußabdruck über die Balleninnenseite. Das Fußquergewölbe wird dabei abgesenkt. In dieser Phase kontrahiert die Zwillingswadenmuskulatur.

Der Rückfußlauf ist durch ein Abrollen des Fußes gekennzeichnet. Die Bezwichnung Abrollen wird manchmal als nicht möglich beschrieben, jedoch besteht der menschliche Fuß aus beweglichen Strukturen, und macht eine abrollendes Verhalten im Vergleich zu einer starren Fläche möglich. Probieren Sie es selbst aus.

1. Stoßdämpfungsphase 

2. Standphase

3. Abdruckphase

Besonderheiten des Rückfußlaufes

Vorteile:
Der Rückfußlauf ist eine ökonomische Art der Forbewegung und daher bei langen Ausdauerbelastungen (> 10 km) und sportlichen Einsteigern empfehlenswert. Der Rückfußlauf schont den Sehnen- Muskelapparat und ermöglicht daher eine länge Belastung.
Der menschliche Gang ist ebenfalls über den Rückfuß gekennzeichnet und erleichtert das Erlernen.
Der Rückfußlauf ist daher zu empfehlen bei:

  • sportlichen Einsteigern
  • Langstreckenläufern

Bei Beschwerden im Bereich der Wadenzwillingsmuskulatur und dessen Sehnenapparates ist dieser Laufstil ebenfalls ratsam.

Risiken:
Da der Fersenbereich des Menschen überwiegend aus knöchernen Strukturen besteht, erfährt der Körper keine natürliche Dämpfung bei einem Rückfußlauf. Die Belastung der Gelenke steigt bei diesem Laufstil an.
Laufschuhe mit adäquater Dämpfung im Bereich der Ferse, sowie die Wahl eines weicheren Laufuntergrundes sind beim Rückfußlauf empfehlenswert.
Der Laufuntergrund sollte beim Rückfußlauf nicht zu uneben sein, da hierbei das Risiko einer Spunggelenksverletzung ansteigt.
Ebenfalls ist der Laufstil des Rückfußlaufes nicht zu empfehlen bei:

  • geschädigtem Fußgelenk (Knick- Senkfuß, Sprunggelenksverletzungen, Sprunggelenksarthrose)
  • geschädigtem Kniegelenk (Menikusverletzungen, Kreuzbandverletzungen, Kniearthrose)
  • geschädigtem Hüftgelenk (Hüftarthrose)
  • Rückenschmerzen

Durch die erhöhte Belastung der Gelenke ist die Wahl des richtigen Laufschuhes von besonderer Bedeutung. Auf keinem Falls sind Wettkampfschuhe bei diesem Laufstil ratsam. Mehr Informationen bei unserer Laufbandanalyse.
Beachte: Der Laufstil ändert sich nicht durch die Wahl anderer Schuhe.

Druckbilder - Rückfußlauf

KSP - Verlauf - Rückfußlauf

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Barfußlaufen und Rückfußlauf

Eine häufige Frage ist immer, ob Barfußlaufen gesund ist, oder nicht.
Auch hierbei spielt die individuelle Voraussetzung eine entscheidende Rolle.
Der Barfußgang kann fast uneingeschränkt empfohlen werden, beim Barfußlaufen hingegen kommt es bei bestehender Bandinsuffizienz des Fußes zu erheblichen Beeinträchtigungen der Gelenkstrukturen im Fuß.

Wenn ein adäquater (weicher) Untergrund (z.B. Wiese, Strand) zur Verfügung steht, sollte jeder Sportler selbst den Barfußlauf ausprobieren. Wohl dosiert jedoch.
Beachte: Ein Barfußdauerlauf, so wie er in einigen Regionen der Welt üblich ist, muss langfristige erlernt werden. Die Umsetzung ist hierzulande schwierig.